Archiv: Bleiming & Harris "Piano Blues" 29.01. 2010

Text vom Pressebericht "Piano Blues" mit Chr. Bleiming & Tommie Harris im "Odenwälder Echo" vom 01.02.2010 von Franz Hoffmann:

Boogie Woogie bewegt sie alle

Konzert: Bei der Musik von Christian Bleiming und Tommie Harris mag keiner still sitzen bleiben

BRENSBACH.
Allen Wetterunbilden zum Trotz fanden sich am Freitagabend zum Konzert ,,Piano Blues" von Christian Bleiming und Tommie Harris viele Fans in der Kleinkunstkneipe ,,Alte Post" ein. Die beiden Musiker, absolute Könner ihres Fachs, begeisterten mit Boogie Woogie und Blues ihr Publikum, das von der ersten Minute an da war.

Christian Bleiming am Piano und der farbige Schlagzeuger Tommie Harris, mit einer rauchig-kraftvollen Bluesstimme ausgestattet, waren der musikalische Glanzpunkt eines verschneiten Abends. Sie interpretierten bekannte Songs etwa von Martin Pyrker, Chuck Berry, Sam Cook und B. B. King. Doch auch weniger bekannte Werke und selbstkomponierte Lieder kamen bestens an. Dabei stellte Bleiming, der als ,,westfälischer Boogie-Woogie-König" auch zu TV-Ehren gekommen ist, seine Virtuosität an den weiß-schwarzen Tasten unter Beweis. Und Harris' Stimme und sein Trommelspiel füllten den Raum. Die beiden trugen ihre Musik in jeden Winkel der Kleinkunstkneipe, und das offenbar fachkundige Publikum geizte nicht mit Applaus.

Wohl keiner saß an diesem Abend still auf seinem Stuhl; entweder wurde im Takt der Kopf bewegt, mit den Füßen gewippt oder mit den Händen geklatscht. Auf jeden Fall war die ganze ,,Alte Post" in Bewegung, und der ,,elektronische Boogie Woogie" (Bleiming) mit seinen belebenden Rhythmen wie auch die ruhigeren Blues-Songs erreichten ein hohes künstlerisches und gleichsam unterhaltsames Niveau. Die beiden Musiker harmonierten bestens: Hier Frontmann Christian Bleiming am Pianolo, der einfühlsam und bar jeglicher Noten stets den richtigen Ton anschlug, und dort Tommie Harris mit Lebendigkeit, Bluesstimme und Power am Schlagzeug. Das hatte alles Klasse und Rasse, wirkte perfekt, aber nicht ohne individuelle Nuancen und wurde allein von Applaus und einer künstlerische Pause unterbrochen, bevor der kurzweilige Abend nach gut zwei Stunden mit mehreren Zugaben einen klangvollen Abschluss fand.


Fotos des Abends: