|
|
| Archiv: Luna Melisande 24.04. 2009 |
Text vom Pressebericht "Liebeserklärung" mit Luna Melisande im "Odenwälder Echo" vom 29.04.09 von Franz Hoffmann:
Liebeserklärung in Tönen
Alte Post: Die Formation Luna Melisande erweist sich bei ihrem Auftritt stilistisch als äußerst vielseitig
BRENSBACH. Von Franz HoffmannKunst an und auf Biertischgarnituren das hat was. So immer wieder zu erleben in der Kleinkunstkneipe Alte Post, wie auch am Freitag, als die Formation Luna Melisande erstmals in dieser Brensbacher Kultkneipe eine Probe ihres außergewöhnlichen Könnens gab. Das Forum war bereitet, ein ausverkauftes Haus erwartete die Künstler, die sich spontan bereit erklärten, deswegen am 13. November ein Zusatzkonzert zu geben für die, die draußen bleiben mussten.
Schon die ersten Stücke bewiesen das außergewöhnliche Talent des Trios, mit einfühlsamer Musik seinen Fans einen eindrucksvollen Abend zu bereiten. Von leisen zeitlosen Balladen oder Liebesliedern bis hin zu irischer Folklore, Pop und Celtic war das Repertoire breit gefächert.
Wegen technischer Probleme mit der Akustik musste die Band sich etwas zurücknehmen, was der Qualität aber keinerlei Abbruch tat. Der Gesang von Kim Avery bestach eindrucksvoll mit seiner Klarheit.
Und wenn Frontmann Mat Coleman, bekannt als Teufelsgeiger bei Paddy goes to Holyhead, in die Seiten griff, kam gar Rockfeeling auf. Die eigentliche Überraschung des Abends aber war der Auftritt des jungen Keyboarders Patrick Pietschmann, dessen Virtuosität auf den Tasten schier umwerfend war. Das Publikum beklatschte enthusiastisch dessen Soli.
Eigene Kompositionen wie Der letzte Dollar wechselten sich eindrucksvoll arrangiert ab mit gelungenen, oft auch eigenwilligen Interpretationen bekannter und weniger bekannter Stücke. Die Künstler reicherten ihren Auftritt mit gelungenem Entertainment an und lieferten zu den Liedern kleine Hintergrundinformationen. Die musikalische Reise galt Ländern wie Irland, Italien oder Finnland. Eine ausgefeilte Bühnendramaturgie zeichnet die hohe Professionalität der Band aus, die auch optisch zu gefallen wusste.
Mit mehreren Zugaben, vom Auditorium frenetisch eingefordert, zog die Formation nach zweieinhalb Stunden einen musikalischen Schlussstrich unter den Abend, den die Zuhörer in der Kleinkunstkneipe von Brensbach so schnell nicht vergessen werden zumindest bis zum 13. November, wenn das Trio sein Zusatzkonzert an gleicher Stelle geben wird.
29.4.2009
Fotos des Abends:


