Archiv: Verleihung "Badisch-Elsässischer Kulturpreis 2010" am 08.10. 2010

Text vom Pressebericht zur Preisverleihung des "Badisch-Elsässischen Kulturpreises 2010" an die KleinKunstkneipe Alte Post Brensbach im "Odenwälder Echo" vom 12.10.2010 von Franz Hoffmann:

Hochachtung für den Kleinkunstbetrieb, der Brücken baut

 
Eine Gemeinschaftsleistung spiegelt sich in der Anerkennung der Kleinkunstkneipe „Alte Post“ in Brensbach mit dem „Badisch-Elsässischen Kulturpreis 2010“. Die Entgegennahme der Auszeichnung erfolgte deshalb gleichsam im Schulterschluss von Landrat Dietrich Kübler (Vierter von rechts), Bürgermeister Hans-Georg Stosiek (Fünfter von rechts), Jurypräsident Robert F. Jacobi (Zweiter von rechts), dem Vorsitzenden des Vereins, Reinhard Grimm (Dritter von rechts) und den Aktiven der Trägerorganisation . Foto: Franz Hoffmann
BRENSBACH.
Eine Gemeinschaftsleistung spiegelt sich in der Anerkennung der Kleinkunstkneipe „Alte Post“ in Brensbach mit dem „Badisch-Elsässischen Kulturpreis 2010“. Die Entgegennahme der Auszeichnung erfolgte deshalb gleichsam im Schulterschluss von Landrat Dietrich Kübler (Vierter von rechts), Bürgermeister Hans-Georg Stosiek (Fünfter von rechts), Jurypräsident Robert F. Jacobi (Zweiter von rechts), dem Vorsitzenden des Vereins, Reinhard Grimm (Dritter von rechts) und den Aktiven der Trägerorganisation . Foto: Franz Hoffmann

Die Brensbacher Kleinkunstkneipe »Alte Post« ist Gewinnerin des Badisch-Elsässischen Kulturpreises 2010. Übergeben bekommen hat der Trägerverein die begehrte Auszeichnung vom Präsidenten der Jury, dem elsässischen Liedermacher Robert F. Jacobi, der dazu am Wochenende ein Gastspiel im Odenwaldkreis gab. Vorausgegangen war eine Entscheidung der Mundartgesellschaft Elsass und des Badisch-Elsässer-Mundartbundes in Zusammenarbeit mit dem General- und Regionalrat Elsass und Ancien Ministre Andre Bord. Die Beteiligten würdigen mit der Prämierung der »Alten Post« deren »langjähriges Engagement als kultureller Brückenbauer«.

In seiner Laudatio hob Landrat Dietrich Kübler hervor, dass jeder Mitarbeiter dazu beigetragen habe, dass sich die Kleinkunstkneipe zur beliebten kulturellen Drehscheibe entwickeln konnte. Ihr Markenzeichen sei es, dass sich Gäste und Künstler verschiedener Nationalitäten und Mundarten in gemütlicher Atmosphäre begegnen und austauschen könnten. »In diesem Hause atmet der europäische Geist«, so sein Resümee.

Kübler zeigte sich begeistert vom Ambiente der Alten Post Brensbachs und hob die Wirkung des Kleinkunstvereins »über die Ländergrenzen hinweg« hervor. Mit diesen Worten gab er die Urkunde an den Vorsitzenden des rührigen Vereins, Reinhard Grimm, weiter, der sich auch im Namen seiner Mitstreiter bedankte, »die seit nunmehr 16 Jahren vor und hinter den Kulissen die Kleinkunstkneipe am Laufen halten«.

Durch die außergewöhnliche Auszeichnung sei seine Gemeinde bestens repräsentiert, befand ergänzend Bürgermeister Hans-Georg Stosiek. Jurypräsident Jacobi bezeichnete die Arbeit der »Alten Post« als Beispiel dafür, wie sich mit kleinen Dingen etwas Großes bewegen lässt. Das habe Nachahmung verdient.



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Gleich zweifach ein Genuss

Kabarett: In der »Alten Post« unterhält und bewirtet der Liedermacher Robert F. Jacobi

BRENSBACH.
Eine Visite in der Kleinkunstkneipe »Alte Post« in Brensbach ist immer lohnend, zuletzt bestätigte sich dies gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen bekamen die Besucher mit dem Auftritt des elsässischen Liedermachers Robert F. Jacobi einen akustischen Leckerbissen geboten, zum anderen sorgte der Künstler und Hobbykoch mit dem Team der Kleinkunstkneipe auch für einen lukullischen Genuss in Form einer Elsässer Spezialität, dem »Bäckerofen«, der den Gästen im Tontopf serviert vorzüglich mundete.

Doch der Auftritt des bekannten und beliebten deutsch-französischen Chansonniers war der eigentliche Höhepunkt des Abends. Gefühlvoll auf dem Akkordeon von seiner musikalischen Partnerin Anita Pirman-Lorin begleitet, gab sich der sympathische Sänger als Vermittler des elsässischen Kulturguts. Sein hochklassiges Chanson-Programm stand unter dem Zeichen der »Deutsch-Französischen Freundschaft«. So war auch sein erstes Lied der »Freundschaft« gewidmet, die er in deutsch, elsässisch und französisch lobte und besang.

Weitere Stücke aus seiner neuen CD »D' Letschde Mohicaner« folgten. Immer wieder streute der Künstler wie ein Entertainer kleine, nicht immer ernst gemeinte Anekdoten über das Leben in seiner multikulturellen Dreifachheimat, Elsass, Frankreich und Deutschland ein. So auch in dem Stück »Der Tisch«, das von seiner Kindheit, der Familie, den Freunden und dem eigentlichen Mittelpunkt, dem Essenstisch, um den sich immer alle versammelten, berichtete.

Seine kabarettistischen Neigungen spürten die Zuhörer bei den teils ins ironische gezogenen Ausflügen ins politische Frankreich. In der dritten und »letzten Session« bot Jacobi nun in Hochform Lieder und Chansons von Edith Piaf, Jacques Brel oder Georges Brassens.

 Zu Robert F. Jacobi:
Jacobi versteht sich als Mittler elsässischen Kulturguts, insbesondere was Sprache, Musik und historische Erfahrungen betrifft. Er hat nach eigenen Worten seine Karriere in den Dienst der Deutsch-Französischen Freundschaft gestellt und kämpft als Präsident der »Mundartgesellschaft Elsass« und des »Badisch-Elsässischen Freundschaftsbunds für den Erhalt seiner Heimatsprache.
Jacobi wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem »Europäischen Mundartpreis« und der »Bretzel D'Or«, als bester Sänger seines Landes. Außerdem war er zweimal »Deutsch-Französischer Chansonnier des Jahres« und bekam für sein Völker verbindendes Engagement den »Europäischen Kulturpreis« wie den »Europäischen Friedenspreis«



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Scan beider Artikel aus dem Odenwälder Echo ...hier.


Hier die Urkunde des Badisch-Elsässischen Kulturpreisees 2010":


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Fotos des Abends: